
Projektübung | 2022
Betreut durch Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hans Gangoly
Zusammenarbeit mit Magdalena Rader
Putz auf dem Papier meist nur ein dünner Strich, Putz auf der Wand meist nur eine glatte Fläche. Dabei hat Putz eine große Vielfältigkeit, deren Potenzial viel weiter geht. Aus drei einfachen Rohmaterialien, kann auf die Wand aufgetragen eine unfassbare Varianz entstehen, eine Stimmung übertragen werden und ein Gefühl vermittelt.
Wie kann ein so vielfältiges und verbreitetes Material an den Besucher vermittelt werden? Welche Räumlichkeiten braucht es um dem Material im innen, sowie auch im außen die Fläche zu bieten um seine Varianz zu entfalten?
Verortet im nördlichen Graz soll ein Ort entstehen an dem genau diese Vielfalt des Putzes vermittelt werden kann, das Putzatelier. Auf rund 1.000 m² sollen eine Werkstatt, eine Ausstellung, ein Raum für Vermittlung, sowie eine Verwaltung in ein Gebäude zusammengefasst werden. Im Rahmen dieses Entwurfes ist es das Ziel nicht nur ein Gebäude zu planen an dem diese Räumlichkeiten verortet sind, sondern viel mehr einen Ort zu schaffen der durch das Material Putz mit seinem Besucher kommuniziert. Der Putz soll nicht wie in einem Museum ausgestellt werden sondern viel mehr durch seine wahre Erscheinung und Vielfältigkeit dem Gebäude einen Ausdruck verleihen. Teil dieses Prozesses ist es eine klare Trennung der Räumlichkeiten zu vermeiden, sondern vielmehr einen fließenden Übergang von Ausstellung und Funktionen zu bieten. Das Gebäude als Ausstellung selbst zu definieren. Durch die komplex erarbeitete Kubatur entsteht eine Vielzahl von Raumsituationen mit ganz eigener Atmosphäre.
Verschiedene Putztechniken werden hier in Kombination mit Licht inszeniert und können so dem Besucher vermittelt werden.
